Voraussetzungen für einen Versicherungsabschluss


  • Der Exporteur ist in der Schweiz niedergelassen und im Handelsregister eingetragen;
  • es gibt keine Einschränkungen in Bezug auf die Branche, das Exportgut oder die Dienstleistung. Für bestimmte Exportgüter sind jedoch Bestimmungen des OECD-Arrangement einzuhalten;
  • das Exportgeschäft betrifft Lieferungen und Dienstleistungen, die schweizerischen Ursprungs sind oder einen angemessenen schweizerischen Wertschöpfungsanteil enthalten. Der ausländische Zuliefer- oder Leistungsanteil sollte 50 Prozent des Auftragswertes nicht überschreiten. Unter bestimmten Voraussetzungen und auf Antrag des Exporteurs kann die schweizerische Wertschöpfung weniger als 50 Prozent betragen (1) (vgl. dazu Information Warenursprung und Wertschöpfung);
  • der Besteller hat Sitz im Ausland;
  • das zu versichernde Exportgeschäft ist mit den Grundsätzen der Geschäftspolitik der SERV vereinbar;
  • grundsätzlich versichert die SERV Exportgeschäfte in alle Länder. Exporte mit kurzfristigen Kreditlaufzeiten von weniger als 24 Monaten in EU- und OECD-Kernländer versichert die SERV aus Gründen der Subsidiarität nur, wenn sie auf dem Privatmarkt nicht versichert werden können (2);
  • es gibt keine Mindestgrössen, weder in Bezug auf den Exporteur, noch auf den Auftragswert des Exportgeschäftes. 
     

(1) Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gilt befristet bis zum 31.12.2022 ein schweizerischer Wertschöpfungsanteil am gesamten Auftragswert von mindestens 20 Prozent ohne weitere Nachweise als versicherbar. Exportgeschäfte, die eine schweizerische Wertschöpfung von weniger als 20 Prozent des Auftragswerts aufweisen, können versichert werden, wenn nachgewiesen wird, dass die Versicherung den Zielen und den Grundsätzen der Geschäftspolitik der SERV entspricht.

(2) Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gilt befristet bis am 31.12.2021 folgendes: Die Europäische Kommission hat Exporte mit einer Höchstrisikodauer von weniger als 24 Monaten in EU-Mitgliedsstaaten, Australien, Island, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen und die USA als vorübergehend nicht-marktfähige Risiken erklärt (mehr dazu in der Information Subsidiarität). Die SERV akzeptiert Anträge für Exportgeschäfte mit einer Höchstrisikodauer von weniger als 24 Monaten in die oben genannten Länder auch ohne vorherige Absagen von privaten Versicherungen.