«Die SERV macht Risiken für Schweizer KMU tragbar.»
Globale Unsicherheiten stellen Schweizer Exportunternehmen täglich vor neue Herausforderungen. Gerade für KMU ist verlässliche Absicherung entscheidend, um Chancen im internationalen Geschäft zu nutzen.
Im Interview spricht unsere Verwaltungsratspräsidentin Barbara Hayoz darüber, weshalb ihr die Schweizer Exportwirtschaft persönlich am Herzen liegt – und welche Rolle die SERV dabei spielt, Sicherheit und Stabilität zu schaffen.
Frau Hayoz, seit fünf Jahren sind Sie Präsidentin des SERV-Verwaltungsrates, was bedeutet Ihnen die SERV persönlich?
Der Auftrag der SERV ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Die SERV wirkt dort, wo unternehmerischer Mut auf reale Risiken trifft. Die Schweizer Exportwirtschaft – insbesondere unsere KMU – ist das Rückgrat unseres Wohlstands. Viele dieser Unternehmen sind hochinnovativ, international gefragt und gleichzeitig stark exponiert. Und unser Auftrag ist es, genau diesen Unternehmen Sicherheit zu geben, damit sie Chancen wahrnehmen können.
Was beschäftigt Schweizer Exportunternehmen derzeit am meisten?
Viele erleben eine Welt, die schwerer planbar geworden ist. Politische Spannungen, instabile Märkte oder Zahlungsrisiken stellen gerade KMU vor grosse Herausforderungen. Anders als Grossunternehmen können sie Risiken oft nicht breit abfedern. Genau hier übernimmt die SERV Verantwortung – als verlässliche Partnerin an ihrer Seite.
Welche Rolle spielt die SERV konkret für Schweizer KMU?
Wir machen Risiken tragbar. Mit unseren Versicherungslösungen ermöglichen wir KMU, Exportgeschäfte einzugehen, neue Märkte zu erschliessen oder bestehende Beziehungen zu sichern. Oft höre ich von Unternehmerinnen und Unternehmern: Ohne die Absicherung der SERV wäre ein Projekt nicht möglich gewesen. Solche Rückmeldungen zeigen, wie direkt unsere Wirkung ist.
Wie hat sich die Nachfrage im Jahr 2025 entwickelt?
Die Nachfrage blieb hoch, insbesondere nach Absicherungen gegen politische Risiken und Zahlungsausfälle in anspruchsvollen Märkten. Das bestätigt uns in unserem Auftrag: Gerade in unsicheren Zeiten braucht es stabile Instrumente, die Vertrauen schaffen.
Welche strategischen Fortschritte waren Ihnen besonders wichtig?
Mir ist wichtig, dass wir nahe bei unseren Kundinnen und Kunden sind. Die Einführung des neuen Kundenportals im Dezember 2025 war deshalb ein grosser Schritt. Es vereinfacht Prozesse, spart Zeit und verbessert die Zusammenarbeit – gerade für KMU, die effizient und unkompliziert handeln müssen.
Wie verbindet die SERV wirtschaftliche Unterstützung mit Verantwortung?
Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern Teil unserer Verantwortung. Wir prüfen Projekte sorgfältig – wirtschaftlich, ökologisch und sozial. So stellen wir sicher, dass Schweizer Exporte nicht nur erfolgreich, sondern auch verantwortungsvoll sind. Das stärkt langfristig die Glaubwürdigkeit unserer Unternehmen im internationalen Wettbewerb.
Wie steht es um die finanzielle Stabilität der SERV?
Die SERV ist finanziell solide aufgestellt. Ein breit diversifiziertes Portfolio, ein bewährtes Risikomanagement und eine starke Kapitalbasis geben uns die notwendige Stabilität. Das ist entscheidend, um unseren gesetzlichen Auftrag auch langfristig zuverlässig zu erfüllen.
Welche Bedeutung haben die neuen politischen Weichenstellungen?
Mit der Übernahme des Mandats Grossinfrastrukturprojekte ab 2026 erhält die SERV eine zusätzliche Rolle, um Schweizer Firmen – vor allem KMU – den Zugang zu grossen internationalen Projekten zu erleichtern. Die geplante Teilrevision des SERV-Gesetzes schafft zudem mehr Flexibilität, um rasch auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Ihr persönlicher Ausblick?
Ich wünsche mir, dass Schweizer Unternehmen auch in Zukunft mutig bleiben. Die SERV wird alles daransetzen, ihnen den Rücken zu stärken – mit Verlässlichkeit, Verantwortung und einem tiefen Verständnis für die Realität unserer KMU.