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SERV übernimmt neu die Verantwortung für das Mandat Grossinfrastrukturprojekte (GIP) des Bundes

Schweizerische Exportrisikoversicherung SERV übernimmt neu die Verantwortung für das Mandat Grossinfrastrukturprojekte (GIP) des Bundes

Medienmitteilung vom 27.01.2026

Zürich, 27. Januar 2026 – Die Gesamtverantwortung für das Mandat Grossinfrastrukturprojekte (GIP) des Bundes ist per Anfang 2026 vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO an die Schweizerische Exportrisikoversicherung SERV übergegangen. Dadurch ist die SERV zur zentralen Kontakt- und Koordinationsstelle für das «Team Switzerland Infrastructure» geworden.

Der Bundesrat lancierte im April 2021 das Mandat Grossinfrastrukturprojekte (GIP) mit dem Ziel, den Zugang der Schweizer Wirtschaft zu bedeutenden ausländischen Infrastrukturprojekten weiter zu verbessern. Im Fokus standen der Ausbau der Koordination zwischen der Schweizer Industrie und den relevanten Stellen der Bundesverwaltung sowie den Förderinstrumenten des Bundes. Weiter ging es um die gezielte Identifikation von Geschäftsmöglichkeiten sowie die effiziente Zusammenführung der ausländischen Nachfrage und des Schweizer Angebots.

Umsetzung des GIP-Mandates für den Bund

Zu diesem Zweck wurde das «Team Switzerland Infrastructure» geschaffen, welches neben der SERV aus Switzerland Global Enterprise (S-GE), den Verbänden Swissmem, Swissrail und suisse.ing, dem SECO sowie weiteren Bundesstellen besteht. Seit 2022 wirkt die Schweizerische Exportrisikoversicherung SERV an der Umsetzung dieses Mandats aktiv mit.

Bereits vor der Lancierung des GIP-Mandats durch den Bund hatte die SERV mit ihrer strategischen Initiative «Pathfinding» konkrete Projekte für Schweizer Exporteure identifiziert, damit vor allem KMU als Unterlieferanten im stets dynamischeren und komplexeren globalen Umfeld noch bessere Unterstützung erhalten. Unter diesen Voraussetzungen war es der SERV als «Trade Facilitator» möglich, im Kontext des GIP-Mandats als treibende Kraft mitzuwirken und eine führende Rolle zu übernehmen.

Eröffnung neuer Geschäftsmöglichkeiten unter der Leitung der SERV

Die SERV vermittelt Schlüsselkontakte, identifiziert und evaluiert Projekte. Ausserdem profitiert sie vom AAA-Rating des Bundes. Aufbauend auf den gesammelten Erfahrungen und Erkenntnissen hat das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO angeregt, die Gesamtverantwortung für das Mandat per 1. Januar 2026 der SERV zu übertragen. Im Rahmen der Übergabe des Mandats an die SERV wurde eine Koordinationsstelle für das GIP-Mandat neu bei der SERV aufgebaut. Mit dieser Anpassung sind die Weichen gestellt, um die Zusammenarbeit mit internationalen EPC-Unternehmen (Engineering, Procurement, Construction) für Grossprojekte weiter zu stärken.

Neue Geschäftschancen mit grossem Potenzial für Schweizer Unternehmen

Im Jahr 2025 konnte die SERV mit ihrem «Pathfinding» fünf Grossinfrastrukturprojekte realisieren, mit einem Gesamtauftragswert von über einer halben Milliarde Schweizer Franken. An diesen fünf Projekten konnten sich wiederum knapp 50 Schweizer Unterlieferanten beteiligen. Per Ende 2025 betrug das SERV-Exposure für alle elf aktiven Grossinfrastrukturprojekte mit SERV-Beteiligung über eine Milliarde Schweizer Franken – was fast 10 Prozent des gesamten SERV-Exposures entspricht.

Der CEO der SERV, Peter Gisler, begrüsst die Entwicklung: «Dieser Vertrauensbeweis des Bundes geht einher mit hervorragenden Rückmeldungen unserer Kunden, die durch unsere Unterstützung bei internationalen Infrastrukturprojekten von neuen Geschäftsmöglichkeiten profitieren. Das Hauptziel dieses Mandats ist und soll es bleiben, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exportwirtschaft nachhaltig zu stärken – und die Realisierung von zahlreichen neuen Grossinfrastrukturprojekten im Ausland mit Schweizer Beteiligung zu ermöglichen.»

Christian Hendriks, der die Leitung der für das GIP-Mandat zuständigen Abteilung übernimmt, freut sich auf seine neue Rolle und spricht von einem wichtigen Schritt: «Es ist für mich eine grosse Ehre und auch eine spannende Herausforderung, die erfolgreiche Arbeit von Carsten Böhler und seinem Team bei der SERV weiterzuführen – in enger und gut koordinierter Zusammenarbeit mit den Partnern des «Team Switzerland Infrastructure», aber natürlich auch mit dem bestehenden Netzwerk an Generalunternehmen. Gemeinsam haben wir die aktuellen Marktchancen im Blick und mit diesem wichtigen Schritt rücken wir näher ans Geschehen – zum Vorteil der Schweizer Exporteure.»

Fragen? Kontaktieren Sie:

Simon Denoth
Simon
Denoth
Senior Vice President, Public & Government Relations
+41 58 551 55 24
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