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Windkraft-Pionierprojekt mit Schweizer Know-how

Calik Enerji Swiss und Partner treiben die Energiewende im Kosovo voran

Windkraft-Pionierprojekt mit Schweizer Know-how
Calik Enerji Swiss AG realisiert gemeinsam mit verschiedenen Schweizer Zulieferfirmen einen Windpark im Kosovo.

Calik Enerji Swiss AG realisiert gemeinsam mit verschiedenen Schweizer Zulieferfirmen einen Windpark im Kosovo. Das Projekt, das in mehrfacher Hinsicht als Pionierprojekt gilt, wird von der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV mit einer Käuferkreditversicherung abgesichert.

29.01.2026

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, müssen sich die Staaten von fossilen Energieträgern lösen und gleichzeitig dem zunehmenden Strombedarf Rechnung tragen. Um die Abhängigkeit von Kohle zu reduzieren, soll in der Nähe des Dorfs Zatriq im Südwesten des Kosovos ein Windpark gebaut werden. Die geplante Anlage umfasst zwölf Windturbinen, die eine Gesamtleistung von 73 Megawatt erbringen. Damit wird sauberer Strom für rund 50’000 Personen sichergestellt und so die Energiewende im Balkanland weiter unterstützt. 

Realisiert wird der Windpark von der Calik Enerji Swiss als Generalunternehmerin. Das Projekt ist grösstenteils im Besitz der Calik Renewables AG, einer in der Schweiz ansässigen Investmentgesellschaft für erneuerbare Energien innerhalb der Çalık Enerji Group, die operativ auf unabhängiger Basis agiert. Calik Enerji Swiss ist ein Schweizer Tochterunternehmen des türkischen Energiekonzerns Çalık Enerji und hat seinen Sitz in Luzern. Bei der Realisierung des Windparks setzte Calik Enerji Swiss auf Schweizer Know-how: Acht Schweizer Unternehmen wurden als Zulieferfirmen an Bord geholt.

Ein Pionierprojekt in mehrfacher Hinsicht

Der Windpark in Zatriq ist ein Pionierprojekt für den Kosovo, wo erneuerbare Energien aktuell noch weniger als fünf Prozent der Energieversorgung ausmachen. Gleichzeitig ist er auch ein Pionierprojekt für Calik Enerji Swiss; es ist die erste Anlage für erneuerbare Energie des Unternehmens. Für den Mutterkonzern Çalık Enerji ist es das erste Projekt mit erneuerbarer Energie ausserhalb der Türkei.

Auch für die SERV, die die Transaktion mit einer Käuferkreditversicherung absichert, ist es ein Pionierprojekt: Der Windpark in Zatriq ist das erste Windkraftprojekt, das die SERV unterstützt. Das Projekt ist Teil der Pathfinding-Strategie der SERV, die zum Ziel hat, Schweizer Unternehmen den Zugang zu internationalen Infrastrukturprojekten zu erleichtern.

Schweizer Beteiligung als Erfolgsschlüssel

Um das Projekt erfolgreich aufzugleisen, waren zwei Dinge notwendig: fachliche Expertise und eine gesicherte Finanzierung. Erstere kam vor allem durch die Schweizer Unternehmen ins Projekt, die viel Know-how in unterschiedlichen Bereichen mitbringen – vom Bau von Windturbinen über Transport und Logistik für grosse Infrastrukturprojekte bis hin zum Aufbau von Stromnetzen im Allgemeinen.

Die Finanzierung, die im Frühling 2025 abgeschlossen werden konnte, basiert zu einem wesentlichen Teil auf der Käuferkreditversicherung, die die SERV für das Projekt gesprochen hat. Die Versicherung hat einen Wert von 105 Millionen Euro und gilt über einen Zeitraum von 15 Jahren.

«Unsere Zusammenarbeit mit der SERV und Schweizer Unternehmen für den Windpark in Zatriq ist ein starkes Beispiel für gelebte Partnerschaft. Die Unterstützung der SERV und die Expertise der Schweizer Zulieferfirmen machten es möglich, ein Pionierprojekt im Kosovo aufzugleisen. Dieses Modell wollen wir auch in andere Märkte übertragen.» Naci Can, Mitglied der Geschäftsleitung der Calik Enerji Swiss AG und stellvertretender Geschäftsführer von Çalık Enerji

Komplexität meistern dank Vertrauen und Kontrollen

Infrastrukturprojekte wie der Bau eines Windparks sind komplexe Angelegenheiten. Nicht alle Faktoren sind zu Beginn eines Projekts vollständig bekannt. Im Verlauf der Bauzeit können sich Anforderungen ändern, unvorhergesehene bauliche Herausforderungen auftreten, Beteiligte abspringen und neu dazukommen. «In komplexen Infrastrukturprojekten ist der Beschaffungsplan zu Beginn oft noch nicht im Detail ausgearbeitet», erklärt Milena Djurovic Raspopovic, die Verantwortliche der SERV für das Projekt.

Umso wichtiger ist es deshalb, die Finanzierung abzusichern und regelmässig zu überprüfen. Die SERV installierte deshalb in Zusammenarbeit mit Calik Enerji Swiss einen Prüfprozess, um die Schweizer Beteiligung zu sichern. «Ausschlaggebend für den Erfolg sind letzten Endes jedoch stets Vertrauen und Partnerschaft», sagt Milena Djurovic Raspopovic.

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Milena Djurovic Raspopovic
Milena
Djurovic Raspopovic
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