Flexibilisierung der Regelung für Lokalkosten

Die SERV trägt gemäss ihrem Auftrag zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bei. Sie fördert den Wirtschaftsstandort Schweiz, indem sie der schweizerischen Exportwirtschaft die Teilnahme am internationalen Wettbewerb erleichtert (Art. 5 SERVG). Deshalb müssen die SERV-Absicherungen immer einen angemessenen Schweizer Wertschöpfungsanteil enthalten. Dennoch kann ein gewisser Anteil an lokalen Kosten mitversichert werden. Unter lokalen Kosten versteht die SERV Lieferungen und Leistungen aus dem Bestellerland, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Ausfuhrgeschäft des Exporteurs stehen. Darunter fallen beispielsweise die Kosten für das Erstellen von Gebäuden für eine zu liefernde Anlage.

Bis anhin betrug der Anteil deckungsfähiger Lokalkosten gemäss OECD-Arrangement maximal 30 % des Exportlieferwerts. Nun wurde eine Einigung erzielt, duch die ein höherer Anteil lokaler Kosten deckungsfähig ist, nämlich:

  • 40 % Lokalkosten für Länder in Konsensuskategorie I (High-Income-OECD-Länder)
  • 50 % Lokalkosten für Länder in Konsensuskategorie II (restliche Länder)

Mit dieser Anpassung wird es den Schweizer Exporteuren ermöglicht, eine SERV-gedeckte Finanzierung für Projekte im Ausland anzubieten, bei denen üblicherweise ein grösserer Teil an Lokalkosten anfällt.