Nachhaltigkeit


Bei der SERV hat die Prüfung von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekten bei der Beurteilung von Versicherungsanträgen einen hohen Stellenwert. Dabei berücksichtigt die SERV die relevanten internationalen Vorgaben und die Grundsätze der schweizerischen Aussenpolitik  (Art. 6 Abs. 2 SERVG). Diese umfassen das friedliche Zusammenleben der Völker, die Achtung der Menschenrechte und die Förderung der Demokratie, die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, die Linderung von Not und Armut in der Welt, aber auch die Wahrung der Interessen der Schweizer Wirtschaft im Ausland. Aufgrund der Verschiedenartigkeit der Grundsätze ist bei der Beurteilung von Geschäften häufig eine anspruchsvolle Güter- und Interessenabwägung notwendig.

Für die Beurteilung massgeblich sind die folgenden Standards und Richtlinien: die lokalen Standards des Ziellandes, die Empfehlungen der OECD zur Umwelt- und Sozialprüfung („Common Approaches for Officially Supported Export Credits and Environmental and Social Due Diligence“), die Antikorruptionsleitlinien und die Leitlinien der OECD zu nachhaltiger Kreditvergabe an Niedrigeinkommensländer, die „IFC Performance Standards“ bzw. die „World Bank Safeguard Policies“ und die „Environmental Health and Safety Guidelines“ der International Finance Corporation (IFC). Ebenfalls berücksichtigt die SERV bei der Prüfung der Geschäfte die Erfordernisse der „UN Guiding Principles on Business and Human Rights“.

In den Bereichen erneuerbare Energie, Klimaschutz und Wasserprojekte unterstützt die SERV Schweizer Exporteure aufgrund der OECD-Vereinbarungen mittels spezieller Konditionen. Es können Kreditlaufzeiten bis zu 18 Jahren mit flexiblen Rückzahlungsbedingungen vereinbart werden, um eine tragfähige Finanzierung der Projekte zu ermöglichen.