Entwicklungsländer


Bei grösseren Lieferungen über 10 Mio. Franken in ärmere Entwicklungsländer sind vom Antragssteller Fragen über die Auswirkungen der Transaktion im Projektland bezüglich Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und sozialen Fragen zu beantworten. Durch diese Zusatzinformationen können entwicklungspolitische Folgen im Importland besser eingeschätzt werden.

Für Exportgeschäfte in die einkommensschwächsten Länder werden Versicherungen nur gewährt, wenn die Projekte zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen. Die SERV wendet dabei die „Principles and Guidelines to Promote Sustainable Lending“ der OECD an. Letztere sind für Lieferungen an öffentliche Beschaffer und für Kreditlaufzeiten ab zwölf Monaten in die einkommensschwächsten Länder verbindlich, vgl. Zum GlossarDeckungspraxis. Sie schreiben vor, dass Projekte die Auflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank berücksichtigen müssen. Die SERV tauscht zu diesem Zweck im Prüfungsprozess Informationen mit der Weltbank und dem IWF aus, um sicherzustellen, dass die versicherten Geschäfte im Einklang mit den vereinbarten Weltbankprogrammen stehen. Durch die OECD-Richtlinien soll ausserdem verhindert werden, dass einkommensschwache Länder zu viele Kredite aufnehmen und sich in der Folge übermässig verschulden.

OECD Sustainable Lending and Export Credits