Anti-Korruption


Die SERV stützt ihre Massnahmen zur Korruptionsprävention auf das Schweizerische Strafgesetzbuch, auf das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und auf die Vorgaben der «Recommendation on Bribery and Officially Supported Export Credits» der OECD. Die SERV setzt voraus, dass ein Exporteur sowohl die schweizerischen Gesetze als auch die Gesetze im Land des Käufers einhält. Dies gilt auch für Korruption und Bestechung. Aus diesem Grund müssen alle Antragsteller eine Korruptionspräventionserklärung unterzeichnen. Liegen begründete Verdachtsmomente für ein korruptes Verhalten vor, werden entsprechende Abklärungen veranlasst. Bei erwiesener Korruption oder Bestechung lehnt die SERV einen Versicherungsantrag ab.

Liegen Beweise erst nach Abschluss der Versicherungspolice vor, kann diese widerrufen werden, da den Entscheidungsorganen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ein wesentliches Beurteilungselement vorenthalten wurde.

Mit der gleichen Begründung kann die Entschädigung eines geltend gemachten Schadens verweigert werden. In schwerwiegenden Fällen kann zudem ein befristeter Ausschluss von zukünftigen Versicherungspolicen beschlossen werden.

Die SERV ermuntert Export-Unternehmen, angemessene interne Kontrollprozesse zur Korruptionsbekämpfung zu entwickeln, umzusetzen und zu dokumentieren.